Suche ūüĒé nach einem Begriff oder nutze das Men√ľ zur Navigation ūüĎá

Die besten Girokonten im Vergleich

Finde ein f√ľr dich passendes Girokonto mit exklusiven Vorteilen

Jetzt perfektes Girokonto finden
Girokonto
Girokonto

Breiter Girokonto-Vergleich inklusive Debit- & Bankkarte (Kreditkarte optional)

Kostenlos

Kostenlose & kostenpflichtige Konten f√ľr Deutschland

Testsieger

Renommierte Banken & Fintechs mit hoher Reputation

Erkl√§rung f√ľr das * Sternchen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei erfolgreicher Vermittlung eine Vermittlungsprovision vom jeweiligen Anbieter ausgezahlt werden. So kannst du uns ohne Nachteile f√ľr dich unterst√ľtzen und wir k√∂nnen im Gegenzug kostenlose Inhalte f√ľr dich produzieren.

Keine Zeit? Lerne alles Essenzielle √ľber Girokonten in 3 Minuten ‚ŹĪ

  • Das Girokonto kannst du f√ľr deine gew√∂hnlichen Ausgaben wie Miete, Strom oder Eink√§ufe sowie f√ľr Einnahmen wie dein Gehalt nutzen. Einzig die Nutzung als Gesch√§ftskonto ist gem√§√ü den AGB in den meisten F√§llen untersagt.
  • Viele Banken haben in letzter Zeit angefangen, den G√ľrteil enger zu schnallen und monatliche Kontof√ľhrungsgeb√ľhren zu verrechnen. Die Auswahl an kostenlosen Girokonten wird daher immer kleiner. Wie im Vergleich oben ersichtlich, bleiben manche Banken trotzdem noch standhaft.
  • Kostenlos inkludiert ist in vielen F√§llen nur eine Debitkarte. Diese haben die gleichen Zahlungsf√§higkeiten wie eine echte Kreditkarte, jedoch ohne die M√∂glichkeit, einen Kredit aufzunehmen. Der Zahlungsrahmen richtet sich also ausschlie√ülich nach dem auf dem Konto verf√ľgbaren Geld. Echte Kreditkarten k√∂nnen aber in den meisten F√§llen kostenpflichtig zus√§tzlich dazu gekauft werden.
  • Der "Dispozins" ist der Zins, welcher bei einem sogenannten "Dispokredit" anf√§llt. Vereinfacht gesagt, wenn du dein Konto √ľberziehst.
  • Beachte, dass du bei Neobanken (meistens reine Onlinebanken ohne Filialen) meistens nur eingeschr√§nkte M√∂glichkeiten hast, Bargeld auf das Girokonto einzuzahlen. Kostenlose Bargeldabhebungen sind meistens ebenfalls auf eine bestimmte Anzahl pro Monat beschr√§nkt. Durch die fortschreitende, Bargeldlose Bezahlung allen Bereichen, wird dies allerdings immer weniger zum tats√§chlichen Problem.
[lwptoc]

Was ist ein Girokonto und warum ist es wichtig?

Das Girokonto ist Voraussetzung f√ľr die Abwicklung bargeldloser Zahlungen. Da inzwischen praktisch das komplette Wirtschaftssystem bargeldlos abgewickelt wird, ist ein Girokonto f√ľr jedermann unverzichtbar. Geh√§lter, Renten oder Steuergutschriften werden als Habenbuchung auf dem Girokonto verbucht. Mieten, Kredite, Steuern, Versicherungen, Rundfunkgeb√ľhren und Strom k√∂nnen davon per √úberweisung, Dauerauftrag oder Lastschrift bezahlt werden. Jeder Geldabgang ist als Soll-Buchung ausgewiesen.

Alle Buchungen werden auf einem abrufbaren Kontoauszug und einer Umsatzliste aufgef√ľhrt. Zus√§tzlich erh√§lt jeder Kunde einen gesetzlich vorgeschriebenen Jahreskontoauszug mit Steuerbescheinigung. Aber ein Girokonto bietet noch mehr: Vorausgesetzt, der Kunde weist die n√∂tige Bonit√§t auf, geh√∂ren sp√§testens mit Vollj√§hrigkeit Girocard und Kreditkarte dazu. Sind regelm√§√üige Geldeing√§nge vorhanden, bietet die Bank oder Sparkasse auch einen √úberziehungskredit (Dispositionskredit) an. So l√§sst sich das Girokonto bis zu einem festgesetzten Limit √ľberziehen.

Was bedeutet Girokonto und woher kommt es?

Das zweitwichtigste Stra√üenradrennen der Welt hei√üt Giro d‚ÄôItalia. Wer diesen Namen √ľbersetzt, wei√ü zugleich eine Menge √ľber das Girokonto. Denn Giro d‚ÄôItalia ist die ‚ÄěRundfahrt Italiens‚Äú. Das italienische Wort Giro bedeutet also so viel wie Kreis oder Umlauf. Italien war das Geburtsland des Girokontos und der Finanzwelt, wie wir sie kennen. Auch wenn sich in √Ągypten bereits lange vorher eine Art bargeldlose Bezahlung entwickelt hatte, kam die Bankenwelt erst in der Zeit der Medici zur Bl√ľte.

Bereits im 11. Jh. gab es in Italien Buchungen von Ein- und Auszahlungen. Im 13./14.¬†Jh, kam das Kreditgesch√§ft hinzu und das Girokonto f√ľr bargeldloses Bezahlen war geboren. Die Kombination aus giro (Kreis, Umlauf) und conto (Rechnung) befreite vor allem reiche Italiener vom riskanten Transport gro√üer Geldmengen. In Deutschland dauerte der Einzug des Girokontos noch bis ins 17. Jh. Mit der Gr√ľndung der Hamburger Bank 1619 und der ersten ‚Äěunbaren Kontozahlung‚Äú kam der bargeldlose Zahlungsverkehr auch hierzulande in Schwung.

Ein Girokonto online oder in der Filiale beantragen?

Ob man sein Girokonto online oder in einer Filiale beantragt, h√§ngt in erster Linie vom Beratungsbedarf ab. Wer Fragen mit einem Berater im pers√∂nlichen Gespr√§ch kl√§ren m√∂chte, ist in der Filiale gut aufgehoben, bezahlt aber meist mehr f√ľr das Girokonto. Aus Kostenersparnisgr√ľnden bietet sich die Antragstellung bei einer Direktbank oder einem Fintech an.

Eine Onlinebeantragung ist fast bei jedem Anbieter m√∂glich und in wenigen Minuten abgeschlossen. Sogar das fr√ľher umst√§ndliche Legitimieren ist meist schnell und komfortabel erledigt.

Step by Step zum passenden Girokonto:

Schritt 1: Konditionen und Umfang der Leistungen vergleichen

Girokonten weisen unterschiedliche Konditionen und Zusatzfunktionen aus. Diese sollten vorab gr√ľndlich gepr√ľft werden. Dazu bieten sich Kontenvergleiche und Tests der Verbraucherzentralen an.

Schritt 2: Onlineantrag ausf√ľllen, ggf. ausdrucken, unterschreiben

Bei dem gew√ľnschten Anbieter den Onlineantrag vollst√§ndig ausf√ľllen. Wer Girocard, Kreditkarte und √úberziehungskredit beantragen m√∂chte, muss zus√§tzliche Angaben zu seinem Einkommen machen. Dazu k√∂nnen Gehaltsnachweise n√∂tig sein, die man einscannt und mitschickt.

Bei einigen Anbietern kann der Antrag jetzt sogar online abgeschlossen werden, andere fordern auf einer ausgedruckten Version die Originalunterschrift des Antragstellers. In diesem Fall muss der Antrag ausgedruckt, unterzeichnet und per Post abgeschickt werden. Vorher steht jedoch die Identifikation an.

Schritt 3: Identifikation nach Geldwäschegesetz

Die gesetzlich erforderliche Identifikation nach Geldw√§schegesetz wird unterschiedlich gehandhabt. Einige Anbieter erm√∂glichen diese schon per Video. Die Kamera am PC, Laptop oder Smartphone macht es m√∂glich. Wird diese Variante noch nicht angeboten, muss das Postident-Verfahren durchgef√ľhrt werden. Dabei best√§tigt der Angestellte der Post nach Vorlage des Personalausweises und der Unterlagen der Bank die Identit√§t und schickt alles best√§tigt ab.

Wenige Tage nach dem Absenden der vollständigen Unterlagen, schickt die Bank ­ zur Sicherheit in verschiedenen Postsendungen ­ PIN-Nummern, Girocard und Kreditkarten sowie weitere Hinweise. Das Girokonto ist damit vorbereitet und kann genutzt werden.

Bestand bereits vorher ein Girokonto, sollte gepr√ľft werden, ob Lastschriftverfahren oder Dauerauftr√§ge angepasst werden m√ľssen. Dazu bieten Kreditinstitute einen ‚ÄěUmzugsservice‚Äú an, der diese Arbeiten √ľbernimmt.

Mit welchen Kosten muss man bei einem Girokonto rechnen?

Jahrelang wetteiferten Banken und Sparkassen um die attraktivsten g√ľnstigsten oder sogar kostenlosen Konten. Seit der Niedrigzinsphase wendet sich das Blatt. Dennoch ist die Kontogeb√ľhr das, was f√ľr Kunden vermeintlich die Kosten eines Girokontos ausmacht. Tats√§chlich ist die Kontogeb√ľhr jedoch nur ein Teil der Belastung. Es gibt reichlich Kosten, die dar√ľber hinaus f√ľr andere Leistungen anfallen. Wer sich einen detaillierten Einblick verschaffen will, vergleicht die Anbieter nach den eigenen Pr√§missen und pr√ľft dann bei seinem Wunschanbieter das aktuelle Preis-/Leistungsverzeichnis.

Mit diesen Kosten muss man rechnen:

Kontogeb√ľhr

Was heute kostenlos ist, muss es nicht dauerhaft bleiben. Wer nach einem kostenfreien Konto sucht, tut gut daran, sich die Bedingungen im Detail anzuschauen. H√§ufig ist die Befreiung von einer monatlichen Kontogeb√ľhr an einen bestimmten Geldeingang gekoppelt. Einigen Banken reicht dabei, dass √ľberhaupt jeden Monat Geld eingeht, andere erwarten den Eingang der Gehaltszahlung, der Rente oder einer sonstigen Zahlung in H√∂he von mindestens 700.-- EUR. Bleibt diese aus, kann das Kreditinstitut das Konto auf kostenpflichtig umstellen.

Manche streichen dem Kunden gleichzeitig die M√∂glichkeit, weltweit kostenfrei Geld abzuheben. Meist gilt jedoch eine Altersgrenze, unterhalb derer auch ohne Mindestgeldeingang keine Kontogeb√ľhren anfallen.

Tipp: H√§ufig sind mit der Mindesteinzahlung pro Monat Sonderkonditionen verbunden. Wer die geforderte Gehaltszahlung auf sein Konto √ľberweist, kann bei mancher Bank beispielsweise reduzierte Dispozinsen, weltweit kostenfreies Geldabheben oder Cashback-Vorteile nutzen.

Girocard und Kreditkarte

Auch wenn die Karten f√ľr Bezahlvorg√§nge, also Girocard und Kreditkarten, bei den meisten Konten zum Angebotsumfang geh√∂ren, sind sie oft kostenpflichtig und werden separat berechnet. Dabei gibt es unterschiedliche Ans√§tze:

  • Manche Geb√ľhrenerhebung richtet sich nicht nur nach der herausgebenden Bank, sondern nach Einsatzh√§ufigkeit und Einsatzort der Karten.
  • Nach dem Umsatz der Erstkarte richtet sich bei einigen Anbietern auch der Preis einer Zweitkarte f√ľr Partner oder sonstige Familienmitglieder.
  • Andere Anbieter preisen die Zweitkarte mit in die Kontogeb√ľhr ein oder geben sie im ersten Jahr kostenfrei aus, um danach eine Jahresgeb√ľhr zu erheben.

Diese Unterschiede gibt es bei Girocard und Kreditkarten gleichermaßen. Es lohnt sich also, zu vergleichen.

Buchungen und Zahlungsverkehrskosten

Einige Konten, die keine Kontof√ľhrungsgeb√ľhr kennen, sind hinsichtlich ihrer maximalen Buchungsanzahl begrenzt. Wer viele Ein- und Auszahlungen monatlich hat, sollte pr√ľfen, ob die Begrenzung f√ľr seine Zwecke ausreicht. Pro weiterer Buchung erhebt das Kreditinstitut dann Kosten.

Stark unterscheiden sich die Kosten inzwischen auch f√ľr √úberweisungen, Bareinzahlungen bei der Bank oder Bezahlvorg√§nge an der Kasse des Supermarktes. Getrieben durch die Niedrigzinsphase fokussieren sich die Banken auf unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Wer seine √úberweisung online erledigt, braucht meist keine Kosten zu f√ľrchten. Lediglich wer √úberweisungen in Fremdw√§hrungen erh√§lt, muss mit Kosten rechnen.
  • Dagegen sind √úberweisungen in Papierform mittlerweile fast bei jedem Kreditinstitut mit Geb√ľhren belegt.
  • Die blitzschnellen Online-Sofort√ľberweisungen, die immer mehr Kreditinstitute anbieten, sind bei einigen Anbietern ebenfalls mit Kosten verbunden.
  • Das gilt auch f√ľr Ein- oder Auszahlungen am Schalter einer Filialbank.
  • Wer Einzahlungen auf sein Girokonto am Automaten vornimmt, ist vor einer Geb√ľhrenerhebung nicht gesch√ľtzt. Einige Kreditinstitute verlangen diese jedoch erst nach mehreren Einzahlvorg√§ngen.
  • Geb√ľhrenfrei sind dagegen aktuell noch Einzahlungen an Supermarktkassen, wie sie manche Bank anbietet, um dem Kunden den Weg zum Einzahlautomaten zu ersparen.
  • Das Bezahlen beim Shoppen ist in der Regel kostenfrei, es sei denn, es findet in Fremdw√§hrung statt.
  • Ob das Bargeldabheben kostenfrei ist, h√§ngt vom Kreditinstitut ab. Einige Banken haben sich zusammengeschlossen und bieten ihren Kunden geb√ľhrenfreies Abheben an allen Geldautomaten ihrer Bankengruppe an.
  • Andere verf√ľgen nicht √ľber eigene Geldautomaten. Bei ihnen wird es an fremden Geldautomaten mit der Girocard teuer.
  • Daf√ľr bieten diese Institute in der Regel weltweites oder EU-weites kostenfreies Abheben mit der Kreditkarte an, die zum Girokonto geh√∂rt.

Tipp: Da sich Kosten f√ľr das √úberweisen und Abheben von Geld leicht summieren k√∂nnen, lohnt sich hier ein intensiver Vergleich der Bedingungen.

Dispozinsen

Vorausgesetzt, Neukunden k√∂nnen eine ausreichende Bonit√§t bei Vollj√§hrigkeit nachweisen, bietet die Bank einen Dispositionskredit an. Dar√ľber k√∂nnen Kunden verf√ľgen, wenn ihr Guthaben einmal nicht ausreicht. F√ľr den einger√§umten √úberziehungsrahmen verlangt die Bank Dispozinsen, die meist viertelj√§hrlich dem Girokonto belastet werden. Wer mehr Geld ben√∂tigt und mit seinem Konto √ľber den Dispokredit hinaus ins Minus rutscht, riskiert nicht nur deutlich h√∂here Zinsen, sondern auch die K√ľndigung des Dispositionskredites. Das f√ľhrt zur sofortigen F√§lligstellung der kompletten Kreditsumme.

Tipp: Beim Vergleich der Girokonto-Angebote sollte ein Schwerpunkt auf √úberziehungszinsen und K√ľndigungsmodalit√§ten gelegt werden. Selbst wer nicht vor hat, das Angebot zu nutzen, kann in eine Situation kommen, in der ein Dispokredit hilfreich ist.

TAN-√úbermittlung

Erfahrene Nutzer des Online-Bankings kennen das Prozedere noch: F√ľr die Freigabe eines √úberweisungsauftrages oder sonstiger Anweisungen ben√∂tigte man eine TAN, also eine Transaktionsnummer. Diese fand sich auf einer Liste von TANs, die auf Papier gedruckt von der kontof√ľhrenden Bank per Post kam. Ohne Liste keine TAN, ohne TAN keine √úberweisung.

Mit der europ√§ischen Zahlungsdienstrichtlinie PSD2, Payment Services Directive 2, wurde dieses unsichere Prozedere neu strukturiert. Seit 14.09.2019 muss ein Bezahlvorgang individuell mit einer TAN verkn√ľpft sein. Dazu wurden verschiedene M√∂glichkeiten entwickelt, beispielsweise die mTAN, bei der die Transaktionsnummer per SMS auf das Handy des Kunden geschickt wurde. Inzwischen gilt auch diese Variante nicht mehr als sicher und wurde bereits vielfach abgel√∂st durch die pushTan per App oder die √úberweisung mit einem speziellen TAN-Generator.

Die Entwicklung und Nutzung der unterschiedlichen Varianten zur TAN-Generierung kosten die Unternehmen Geld. Diese Kosten legen sie auf ihre Kunden um:

  • Wer seinen pers√∂nlichen TAN-Generator zu Hause haben m√∂chte, zahlt in der Regel bei seiner Bank einen einmaligen Preis. Die Ger√§te k√∂nnen auch im Elektronikfachmarkt erworben werden.
  • Der Bezug von mTAN oder die pushTAN-Genierung per App werden unterschiedlich eingepreist. Da pushTAN von den Kreditinstituten aktuell favorisiert wird, ist diese Variante oft kostenfrei.
  • Auch die noch weniger verbreitete photoTAN-Methode, bei der die Transaktionsnummer mithilfe eines QR-Codes durch Scannen mit dem Smartphone generiert wird, ist kostenfrei.
  • Die Zusendung von mTANs per SMS dagegen wird h√§ufig separat berechnet. Je nach Bankinstitut f√§llt eine allgemeine Geb√ľhr an oder eine Geb√ľhr pro mTAN. Es gibt auch Angebote mit Freikontingent, bei denen erst nach dessen Aussch√∂pfung Kosten erhoben werden.

Tipp: Die Beantragung eines Girokontos bedeutet f√ľr Neukunden die Besch√§ftigung mit den Sicherheitsvorkehrungen der kontof√ľhrenden Bank. Wer keine √úberraschungen erleben will, sollte unbedingt auf ein zweistufiges Verfahren wert legen und dieses auf m√∂gliche Kosten hin auf der Preis-/Leistungs√ľbersicht pr√ľfen.

Kontoausz√ľge

Was fr√ľher v√∂llig normal war, kann heute sp√ľrbare Kosten verursachen, die Kontoausz√ľge. W√§hrend der j√§hrliche Kontoauszug noch kostenfrei zugesandt wird, werden unterj√§hrige Ausz√ľge entweder zu Hause erstellt oder in einer Filiale ausgedruckt, was jedoch immer seltener m√∂glich ist. Wer den Auszug seines Girokontos nicht mindestens einmal in einem festgelegten Zeitraum online oder in der Filiale abruft, erh√§lt eine Papierversion unaufgefordert zugesandt ¬≠ gegen Geb√ľhr.

Tipp: Die Zusendung eines unterjährigen Kontoauszuges lässt sich bei den meisten Kreditinstituten in den Einstellungen des Girokontos unterbinden.

Notwendige Unterlagen f√ľr die Er√∂ffnung eines Basiskontos

Auch bei diesem Girokonto ist das Kreditinstitut verpflichtet, die Identit√§t zu pr√ľfen. Dazu ben√∂tigt sie den Antrag auf Er√∂ffnung eines Basiskontos sowie einen Identifikationsnachweis:

  • g√ľltiger amtlicher Ausweis, anerkannte oder best√§tigte P√§sse (die Aufenthaltsgestattung nach ¬ß¬†63¬†Asylgesetz ist ein Ausweisersatzpapier.)
  • eine Duldungsbescheinigung nach ¬ß¬†60a¬†Abs.¬†4 des Aufenthaltsgesetzes
  • Ankunftsnachweis gem√§√ü ¬ß¬†63a¬†Asylgesetz

W√§hrend das Recht auf ein Basisgirokonto gesetzlich fixiert ist, kann die Identifikation zu Problemen f√ľhren. Sp√§testens beim Postident-Verfahren oder per Video-ident scheitert das Ansinnen mangels der vorgeschriebenen Ausweispapiere. Die Konsequenz ist, dass eine Onlinebeantragung nicht m√∂glich ist. Der Antragsteller muss in einer Filialbank seinen Antrag abgeben und sich identifizieren lassen, was h√∂here Kosten und mehr Aufwand bedeutet.

Häufige Fragen & Antworten zu Privatkonten

Kann ein Girokonto auch f√ľr Kinder beantragt werden?

Ohne ein Girokonto geht heute praktisch nichts mehr und der Umgang mit ihm sollte jedem gel√§ufig sein. Um bereits Kinder und Jugendliche fr√ľhzeitig an die Funktionen eines Bankkontos heranzuf√ľhren, bieten Kreditinstitute Kinder- und Jugendprodukte an. Solche Girokonten f√ľr junge Kunden unterliegen besonderen Restriktionen. Die Produkte sind so gestaltet, dass die Kontoinhaber sich nicht verschulden k√∂nnen. Es gilt: je j√ľnger der Kunde, desto geringer der Funktionsumfang.

Bereits ab dem 7. Lebensjahr ist ein Kind beschr√§nkt gesch√§ftsf√§hig. Unter anderem berechtigt der sogenannte ‚ÄěTaschengeldparagraf‚Äú nach ¬ß¬†104¬†Abs.¬†1¬†BGB bereits Minderj√§hrige, ein Kinderkonto zu f√ľhren. Die Beantragung l√§uft jedoch √ľber die Eltern. In der Regel handelt es sich daher um Girokonten auf Guthabensbasis, bei denen nur solche Betr√§ge abgebucht werden k√∂nnen, die als Guthaben vorhanden sind.

Zum vereinfachten Handling erh√§lt der junge Kunde eine Bankkarte, mit der er Geld abheben, aber noch keine Bezahlvorg√§nge in Gesch√§ften abwickeln kann. Dazu braucht es eine Girocard, die bei wenigen Konten schon vor dem 16. Lebensjahr enthalten ist. √úbrigens d√ľrfen Eltern den Funktionsumfang jederzeit reglementieren, soweit dies technisch m√∂glich ist.

Dispokredite geh√∂ren erst dann zum Produktumfang, wenn bei Studenten oder Auszubildenden regelm√§√üige Gehaltseing√§nge zu erwarten sind. Um Nachwuchs-Kunden zu sch√ľtzen, werden auch Kreditkarten erst ab einem Alter von mindestens 16 Jahren ausgegeben. Alternativ geh√∂ren praktische Prepaid-Kreditkarten zum Angebotsumfang, bei denen vorab ein Guthaben eingezahlt wurde.

Gibt es beim Abschluss des Girokontos einen Bonus?

Der harte Wettbewerb erfordert auch von Kreditinstituten innovative Ideen. Daher bieten sie Neukunden h√§ufig Boni f√ľr den Wechsel zu ihrem Institut an. Daneben gibt es f√ľr Wechselfreudige immer h√§ufiger Rabatte beim Shoppen oder die zweite Kreditkarte umsonst. Angebote mit hohen Boni oder sonstigen Leistungen sollten jedoch immer mit besonderer Vorsicht gepr√ľft werden. Denn die Kosten daf√ľr werden von der Bank eingepreist, sodass sich hohe Boni beispielsweise oft in schlechteren Konditionen bemerkbar machen. Es empfiehlt sich daher, sich nicht von hohen Neukundenboni blenden zu lassen. Ein n√ľchterner Check des verlockenden Angebotes im Vorfeld baut vor.

Welches ist das beste Girokonto?

Wer sich mit dem Markt besch√§ftigt, stellt fest, dass es fast un√ľberschaubare Angebote gibt. Um das f√ľr sich beste Girokonto zu finden, ist es wichtig, die eigenen Pr√§missen zu kennen.

  • Girokonten f√ľr Privatkunden sind anders strukturiert als beispielsweise Konten f√ľr Selbstst√§ndige und Freiberufler.
  • Wer viele Buchungen pro Monat hat, kommt mit einem Konto meist nicht aus, das nur eine begrenzte Anzahl an Ein- und Auszahlungen zul√§sst.
  • Kunden, die eine pers√∂nliche Beratung bevorzugen, sind bei Filialbanken besser aufgehoben als bei einer Onlinebank.
  • Fintechs oder Onlinebanken punkten vor allem bei solchen Kontoinhabern, die ihre Finanzgesch√§fte bevorzugt per Smartphone, Tablet, PC oder Laptop machen.

Um das beste Girokonto f√ľr sich zu finden, ist es daher wichtig, zuerst die eigenen Interessen und Anforderungen zu kennen.

Welche Rolle hat die Schufa beim Girokonto?

Jeder kennt sie als Schufa, die Schutzgemeinschaft f√ľr allgemeine Kreditsicherung. Welche Aufgaben sie √ľbernimmt, wissen dagegen nur wenige. Dabei kann sie ausschlaggebend daf√ľr sein, ob der Antrag auf eine Girokontoer√∂ffnung reibungslos angenommen wird. Denn die Schufa sammelt Informationen √ľber Verbraucher und stellt diese ihren Vertragspartnern ¬≠ nach dem abgeschlossenen Vertrag selektiert ¬≠ zur Verf√ľgung. Empf√§nger sind beispielsweise Banken, Sparkassen, Bausparkassen, H√§ndler. Die Informationen beinhalten Bankkonten, Kredite, B√ľrgschaften etc. Von Interesse dabei ist, ob der abgefragte Kunde seinen Zahlungen regelm√§√üig nachkommt oder Mahnbescheide oder gar Zwangsma√ünahmen bekannt sind.

Diese Daten interessieren auch die Bank, bei der ein Kunde aktuell ein Girokonto beantragt. Sind bei der Schufa Negativmerkmale gespeichert, kann das Kreditinstitut dar√ľber entscheiden, ob es das Konto als reines Guthabenkonto ohne Girocard, Kreditkarte und Dispokredit anbietet. Bei groben Unregelm√§√üigkeiten kann das Kreditinstitut den Antrag auf das Girokonto komplett ablehnen. Alternativ richten viele Banken das Konto vollumf√§nglich ein, reduzieren jedoch den Verf√ľgungsrahmen von Kreditkarten und √úberziehungskredit.

Das Girokonto selbst wird √ľbrigens auch in die Schufa eingetragen. Sobald es nach K√ľndigung des Kunden wieder aufgel√∂st ist, wird es aus der Schufa entfernt.

Vorsicht ist geboten, wenn ein Dispokredit bewilligt ist und von anderer Seite eine negative Meldung in die Schufa-Akte des Kunden einflie√üt. Hat die Bank der Schufa den Dispokredit gemeldet, erh√§lt sie eine Information √ľber das Negativmerkmal. Einige Banken reagieren prompt darauf und k√ľndigen jeglichen Kreditrahmen. Das gilt auch f√ľr Kreditkarten, bei denen ein Kreditrahmen einger√§umt wurde.

Tipp: Solchen unliebsamen √úberraschungen sollte man aus dem Weg gehen und sich vorab √ľber die K√ľndigungsmodalit√§ten bei Zahlungsverzug oder negativer Schufa informieren.

Wann kann ein Kunde sein Girokonto k√ľndigen?

Der Markt ist in Bewegung und die Angebote werden immer kreativer. Wer sich dazu entscheidet, die Bank seines Vertrauens zu wechseln, muss sein Girokonto k√ľndigen. Das darf er jederzeit tun, muss jedoch eine m√∂gliche K√ľndigungsfrist beachten. Die Frist darf l√§ngstens einen Monat betragen. Zu welchem Termin die Aufl√∂sung konkret m√∂glich ist, verraten die jeweiligen allgemeinen Bedingungen des Kreditinstitutes.

Mit welcher Begr√ľndung darf die Bank ordentlich k√ľndigen?

Zul√§ssig ist eine K√ľndigung durch ein Kreditinstitut, sofern der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde und die Aufl√∂sung nach den allgemeinen Bedingungen vorgesehen ist.

Gr√ľnde muss eine Bank nach Urteil des Bundesgerichtshofs f√ľr eine ordentliche K√ľndigung ¬≠ im Gegensatz zu Sparkassen ¬≠ nicht angeben. Als Institut des √∂ffentlichen Rechts darf eine Sparkasse dem Kunden nicht grundlos k√ľndigen. Sie hat den Gleichheitsgrundsatz innerhalb der Grundrechte zu ber√ľcksichtigen.

Das Basiskonto, eine besondere Form des Girokontos, darf ohne Angabe von Gr√ľnden nicht gek√ľndigt werden, es sei denn, es w√ľrden polizeiliche Ermittlungen gef√§hrdet. Noch strenger sind die Ma√üst√§be, die bei Sparkassen zugrunde gelegt werden. Das Sparkassenrecht verbietet Kreditinstituten des √∂ffentlichen Rechts eine ordentliche K√ľndigung von Basiskonten.

Bei K√ľndigung muss ein Kreditinstitut dem Kunden zwei Monate Zeit lassen (¬ß¬†675h¬†BGB), damit er ein neues Konto er√∂ffnen kann. Diese √úberbr√ľckungsfrist entf√§llt, wenn gravierende Gr√ľnde vorliegen. Das ist dann der Fall, wenn ein Kunde beispielsweise Falschangaben zu seiner finanziellen Situation oder seinen pers√∂nlichen Verh√§ltnissen gemacht hat.

Tipp: Um nach K√ľndigung und Neuantrag Fehlbuchungen zu vermeiden, sollten beide Konten bis zur Aufl√∂sung des gek√ľndigten Girokontos parallel gef√ľhrt werden.

Wann d√ľrfen Kreditinstitute ein Girokonto au√üerordentlich k√ľndigen?

Banken und Sparkassen d√ľrfen Girokonten nach ¬ß¬†314¬†BGB au√üerordentlich k√ľndigen, wenn ihnen die Fortf√ľhrung des Vertragsverh√§ltnisses unzumutbar ist. Dabei muss das kontof√ľhrende Institut die eigenen Interessen mit denen des Kunden ins Verh√§ltnis setzen. M√∂gliche Gr√ľnde f√ľr die au√üerordentliche K√ľndigung eines Basiskontos listet das Zahlungskontengesetz (ZKG) unter ¬ß¬†42 auf.

Allgemein gilt, dass ein Kunde keine falschen Angaben √ľber seine Verm√∂gensverh√§ltnisse oder seinen beruflichen und pers√∂nlichen Status machen darf. Selbstverst√§ndlich darf ein Girokonto nicht f√ľr Straftaten und verbotene Handlungen genutzt werden. Gleicht der Kontoinhaber trotz Aufforderung seine R√ľckst√§nde nicht aus, darf gegen ihn bei Nichtvorliegen eines weiteren schwerwiegenden Grundes nur die ordentliche K√ľndigung ausgesprochen werden.

Betroffene Kunden sollten das Gespr√§ch mit der Bank suchen. Zwar ist der Zeitpunkt denkbar sp√§t, jedoch ist auch eine Bank daran interessiert, Au√üenst√§nde wie einen Dispokredit wieder hereinzuholen. Dar√ľber hinaus ist auch die Anfechtung einer K√ľndigung √ľber den Ombudsmann der Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken m√∂glich. Dennoch sollte der erste Schritt zur Beilegung der Differenzen vom Kontoinhaber aus gehen. Geht ein Kunde aktiv auf seine Bank zu, nimmt diese wom√∂glich die K√ľndigung zur√ľck oder wandelt die au√üerordentliche in eine ordentliche K√ľndigung um.

Tipp: Wem aufgrund einer verschlechterten finanziellen Situation gek√ľndigt wird, sollte seinem kontof√ľhrenden Institut die R√ľckzahlung des Dispokredites in Raten sowie die F√ľhrung des Girokontos als reines Guthabenkonto anbieten. Noch besser ist es, wenn bereits zu Beginn der Schieflage Gespr√§che mit dem Berater beim kontof√ľhrenden Institut aufgenommen werden.

Ist das Basiskonto ein vollwertiges Girokonto?

Ohne Girokonto ist die Teilnahme am Wirtschaftsleben in Zeiten unbarer Zahlungen kaum mehr möglich. Was soll man aber tun, wenn der Antrag auf ein Girokonto abgelehnt wird? Bis vor wenigen Jahren war die Suche nach einer Bank, die trotz schlechter Bedingungen ein Girokonto anbot, gleich null. Das Zahlungskontengesetz (ZKG) manifestiert seit 2016 in § 42 den Anspruch auf ein sogenanntes Basiskonto. Dahinter verbirgt sich ein Girokonto, das besonderen Schutz genießt, jedoch die volle Funktionalität eines Girokontos hat.

Jeder Verbraucher, der sich rechtm√§√üig in der EU aufh√§lt und sogenannte Geduldete, d√ľrfen ein Basiskonto er√∂ffnen. Dazu geh√∂ren Asylbewerber, Wohnsitzlose und Arbeitslose, sofern sie vollj√§hrig und uneingeschr√§nkt gesch√§ftsf√§hig sind. Privatbank, Sparkasse, Genossenschaftsbank, kurz alle Kreditinstitute, die Zahlungskonten f√ľr Privatpersonen anbieten, d√ľrfen keine dieser Personen ablehnen oder deren Basiskonto k√ľndigen. Einen √úberziehungskredit muss eine Bank dabei nicht anbieten.

Ausnahmen stellen solche Antragsteller dar, die eine Straftat gegen das Kreditinstitut begangen haben oder deren Kontoverbindung bereits fr√ľher einmal gek√ľndigt wurde.

Diese Regularien gelten f√ľr deutsche wie f√ľr ausl√§ndische Institute mit einer inl√§ndischen Filiale.

Lehnt die Bank den Antrag auf ein Basiskonto ab, muss sie den Grund angeben. Aus gleichen Gr√ľnden heraus kann die Bank ein bereits bestehendes Basiskonto auch k√ľndigen. Sparkassen d√ľrfen als √∂ffentlich rechtliches Institut nur au√üerordentlich k√ľndigen, sofern besondere Gr√ľnde vorliegen.

Ein Wohnsitz im Sinne des Meldegesetzes ist beim Basiskonto √ľbrigens nicht erforderlich. Es gen√ľgt eine postalische Adresse in Deutschland, beispielsweise bei Freunden oder Verwandten.

Zwar ist die Bonit√§t bei einem Basiskonto irrelevant f√ľr die Beantragung eines Basiskontos, dennoch fragen Kreditinstitute bei der Schufa an. So erfahren sie, ob der Antragsteller bereits ein Girokonto hat. In diesem Fall k√∂nnte die Bank den Antrag auf ein Basiskonto ablehnen. Bedingung ist jedoch, dass das Konto ausdr√ľcklich als Basiskonto beantragt wird und kein Girokonto bei einer anderen Bank besteht.

Tipp: Auf Wunsch des Antragstellers kann das Basiskonto auch als Pf√§ndungsschutzkonto gef√ľhrt werden.

Wer darf ein Girokonto sperren?

Sowohl das kontof√ľhrende Institut, der Kontoinhaber, wie auch Dritte k√∂nnen ein Girokonto sperren lassen. In der Folge kann der Kunde nicht mehr auf sein Konto zugreifen. Das bedeutet, dass kein Geld mehr abgehoben oder abgebucht werden kann, unabh√§ngig davon, ob es per √úberweisung, Lastschriftverfahren oder Dauerauftrag angewiesen wird.

  • Gr√ľnde f√ľr eine Sperrung beispielsweise durch das Finanzamt k√∂nnen Steuerschulden sein.
  • Sperrt die Bank das Konto k√∂nnen Sicherheitsgr√ľnde den Ausschlag gegeben haben.
  • Auch wenn Kreditraten nicht rechtzeitig bezahlt und der √úberziehungskreditrahmen √ľberzogen wird, kann eine Sperrung die Folge sein.
  • Ebenso kann ein Institut zu diesem Mittel greifen, wenn der Verdacht auf Straftaten besteht oder es sich um einen Todesfall handelt und die Erbangelegenheiten unklar sind.
  • Auch die Pf√§ndung des Kontos f√ľhrt zur Sperrung. In diesem Fall kann der Kontoinhaber innerhalb von 4 Tagen die Einrichtung eines Pf√§ndungsschutz-Kontos beantragen. Dieses Guthabenkonto sch√ľtzt einen bestimmten Grundfreibetrag, der aktuell bei 1133,80¬†EUR pro Monat liegt.
  • Nicht zuletzt kann ein Kontoinhaber selbst sein Girokonto sperren lassen. Das empfiehlt sich bei Verlust der Girocard oder wenn der Verdacht besteht, dass Dritte auf das Konto zugegriffen haben.

Die Kontosperrung f√ľhrt zu einem Schufa-Eintrag, der bis zu dessen L√∂schung die Kreditw√ľrdigkeit des Kunden weiter beeintr√§chtigt.

Tipp: Das Girokonto kann unter der kostenfreien Rufnummer 116 116 durch den Kunden gesperrt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt haftet der Kontoinhaber mit 150.--¬†EUR. Selbstverst√§ndlich kann die Sperrung auch beim kontof√ľhrenden Institut vorgenommen werden.

Was passiert mit dem Girokonto im Todesfall?

Wenn der Kontoinhaber stirbt, gibt es zwei M√∂glichkeiten, wie mit einem Girokonto verfahren wird: Die Erben treten an seine Stelle oder es existiert eine Beg√ľnstigung auf den Tod.

Die Varianten im Detail:

  • Die Erben treten in der ersten M√∂glichkeit nach ¬ß¬†1922¬†BGB in alle Rechte und Pflichten des Verstorbenen ein. Dazu geh√∂ren auch Forderungen gegen die Bank aus einem Girovertrag. In der Regel wird vom kontof√ľhrenden Institut zur Legitimierung ein Erbschein verlangt.
  • Lief das Girokonto nur auf eine Person, geht das gesamte Guthaben auf den Erben √ľber bzw. es flie√üt in das Verm√∂gen einer Erbengemeinschaft. Auftr√§ge wie √úberweisungen, Abhebungen oder Lastschriften werden erst wieder ausgef√ľhrt, wenn ein Erbschein ausgestellt wurde.
  • Komplizierter ist es bei einem Gemeinschaftskonto. Hier wird nur der Anteil am Guthaben vererbt, der dem Verstorbenen zustand. Hat beispielsweise der √ľberlebende Mitinhaber des Kontos die Einzahlungen stets alleine vorgenommen, steht ihm in der Regel das Guthaben vollst√§ndig zu. Ist der Anteil nicht eindeutig bestimmbar, wird die h√§lftige Aufteilung nach ¬ß¬†430¬†BGB vorgenommen.
  • Handelt es sich um ein sogenanntes Oder-Konto, bei dem beide Kontoinhaber auch alleine √ľber das Guthaben verf√ľgen konnten, kann der √ľberlebende Kontoinhaber sofort wieder Auftr√§ge erteilen.
  • Ist das Girokonto ein Und-Konto, kann der √ľberlebende Partner nur mit Zustimmung der Erben dar√ľber verf√ľgen.
  • Wurde gegen√ľber der Bank eine Beg√ľnstigung f√ľr den Todesfall ausgesprochen, steht das Girokonto dem Beg√ľnstigten zu. Dann geh√∂rt der Girovertrag nicht zur Erbmasse. Dazu muss der Beg√ľnstigte zu Lebzeiten des Erblassers nicht dar√ľber informiert worden sein.

Tipp: Erben k√∂nnen eine Beg√ľnstigung f√ľr den Todesfall widerrufen, solange der Vertrag noch nicht umgeschrieben wurde.

Braucht man als Rentner √ľberhaupt ein Girokonto?

Die ältere Generation liebt das Bargeld. Diese Leidenschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. Da mancher Rentner bereits im Berufsleben die Barauszahlung seines Lohnes bevorzugte, möchte im Rentenalter niemand mit dieser Tradition brechen. Es versteht sich von selbst, dass man im Alter auch weiterhin gerne einen Bogen um Banken und Geldautomaten macht.

Weil Rentenzahlungen nur unbar vorgenommen werden, benötigt trotzdem jeder Rentner ein Girokonto. Ohne Ausnahme. Das Konto sollte unbedingt kostenfrei und ohne komplizierte Leistungen ausgestattet sein. Einige Banken bieten Rentnern auch Dispokredite an, sofern die monatliche Rente eine festgelegte Mindesthöhe erreicht. Ob ein Überziehungskredit tatsächlich eingerichtet werden soll, sollte jeder Rentner intensiv hinterfragen.

Schwer tun sich √§ltere Kunden mit Onlinebanking und dem Handling von Smartphone-Apps. Ein Argument daf√ľr sind jedoch die besseren Konditionen bei Direktbanken gegen√ľber Filialbanken. Gerade wenn ein √§lterer Kunde seinen Kindern und Enkeln regelm√§√üig Geld √ľberweisen m√∂chte, summieren sich Geb√ľhren f√ľr papierhafte √úberweisungen schmerzlich. Daher ist es f√ľr technisch nicht versierte Rentner empfehlenswert, Online-Angebote mithilfe einer vertrauten Person vorab in Ruhe zu testen. Was auf den ersten Blick zu kompliziert wirkt, kann einfach und sicher sein, sobald es korrekt eingerichtet ist.

Tipp: Ein Vorteil des Onlinebankings ist u. a. die Verf√ľgbarkeit von zu Hause aus, die unn√∂tige Wege im Alter erspart.

Finanzen einfach erklärt

Newsletter

Exklusiv & kostenlos. Die besten Tipps f√ľr deine Finanzen.
Abmeldung jederzeit möglich!

Finanzen-Zitat
FINANZSACHE fXa
Bekannt aus:
X
Willkommen bei FINANZSACHE
Ich bin Ruby, der digitale Mitarbeiter bei FINANZSACHE und immer f√ľr dich da, wenn du Rat oder Hilfe brauchst!