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Die besten Robo-Advisor im Vergleich

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Robo-Advisor

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Robo-Advisor sind digitale Anlagehelfer, die vollautomatisch Geldanlagen vornehmen und verwalten.
  • Grundlage ist das Onboarding, also ein Fragenkatalog, in dem deine Risikobereitschaft und deine finanziellen Ziele ermittelt werden.
  • Auf der Basis deines Risikoprofils sucht der Robo-Advisor passende Wertpapiere oder Sparpläne.
  • Du musst dich als Anleger nicht intensiv mit dem Börsengeschehen und den Anlageklassen wie Indexfonds, Aktien oder Anleihen beschäftigen.
  • Meist arbeiten Robo-Advisors mit ETFs, die bereits Einsteigern mit geringen monatlichen Investments eine gute Rendite ermöglichen.
  • Nutzt du einen Robo-Advisor, entstehen dir Gebühren für den Service von 0,5 % bis 1,2 % zuzüglich des Fondsaufschlags bei ETFs und höheren Kosten bei der Kombination mit aktiv gemanagten Fonds.

Wie funktionieren Robo-Advisor genau?

Was versteht man unter einem Robo-Advisor genau?

Der Name des auf Algorithmen-basierenden Systems setzt sich zusammen aus Roboter (Robot) und Berater (Advisor) und digitalisiert die klassische Finanzberatung.

Der Name ist beim Robo-Advisor Programm. Denn ein Advisor ist eine Person oder eine Firma, die für ihre Mandanten Finanztransaktionen abwickelt. Dabei entscheidet der Advisor über Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

Der Robo-Advisor gibt automatische Empfehlungen zur Vermögensverwaltung und setzt diese weitgehend ohne menschliches Zutun um.

Vor allem Finanzdienstleister und Anleger, die ohne Aufwände kleine Depots verwalten wollen, setzen Robo-Advisor gerne ein. Der Grund ist simpel: Das System setzt Empfehlungen automatisiert um.

Aber auch Finanzdienstleister, die umfangreiche Vermögen verwalten, nutzen Robo-Advisor längst gerne zur Unterstützung.

Wie läuft die Unterstützung durch einen Robo-Advisor ab?

Zuerst findet das sogenannte Onboarding statt. Dabei fragt der digitale Anlageberater einige Parameter des neuen Kunden ab. Vor allem wirst du nach deiner Risikobereitschaft gefragt.

Der Robo-Advisor schlägt dann eine passende Geldanlage vor und wird aktiv.

Zu den wichtigsten Parametern gehören:

Risikotyp: Dazu fragt dich der Anbieter nach deinem Vermögen. Du musst dich zudem entscheiden, wie hoch mögliche Verluste sein dürfen.

Alter und Anlageerfahrung: Neben dem zur Verfügung stehenden Vermögen sind auch dein Alter und deine Anlageerfahrung wichtig. Denn erfahrenere Investoren sind sich der Risiken bewusster und können in andere Anlageklassen eingestuft werden.

Anlageklassen: Je nach Risikoeinstufung nimmt der Robo-Advisor die Aufteilung des Anlagevermögens auf unterschiedliche Anlageklassen vor. Dies können ETFs, Aktien, Rohstoffe oder Anleihen sein.

Meist bilden ETFs den Hauptanteil des Portfolios. Legst du aber Wert auf eine besonders stabile Depotentwicklung, beinhaltet die Anlagestrategie einen höheren Anteil an Anleihen.

Sind dir nachhaltige Anlageziele wichtig, können einige Anleger auf spezielle Öko-ETFs zurückgreifen.

Umsetzung: Stimmst du dem Vorschlag des Robo-Advisors zu oder hast du diesen bereits vorher zur eigenmächtigen Anlage ermächtigt, setzt das System die Kauf- oder Verkaufsorders um.

Anlagedauer und Verfügbarkeit: Ausschlaggebend ist im Onboarding auch, wie lange du dein Geld anlegen und darauf verzichten kannst.

Worauf ist bei einem Robo-Advisor zu achten?

Die meisten Robo-Advisors unterliegen in Deutschland einer Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Ob dein Wunschanbieter dazugehört, kannst du in der Unternehmendsdatenbank der BaFin nachprüfen.

Man unterscheidet drei Typen an Robo-Advisors:

Robo-Advisor für erfahrene Investoren

Dieser Typ der Robo-Advisors ist eigentlich gar keiner. Denn der Anleger wird nicht wie sonst üblich auf seine Erfahrung, Vermögenswerte und sein Ziel hin gecheckt. Es wird also kein Onboarding vorgenommen und kein Risikotyp festgelegt.

Voraussetzung für diese Robo-Advisors-Form ist daher, dass der Anleger erfahren ist und Risiken und Marktgeschehen selbst gut einschätzen kann.

Das Ziel solcher Anleger ist, Vermögensverwaltung und technische Umsetzung abzugeben. Sie wählen eigenständig aus vorgegebenen Portfolios aus und lassen den Robo-Advisor handeln.

Aktive Robo-Advisors

Sie sind für Investoren geeignet, die ihr Vermögen nicht statisch anlegen wollen, sondern dem Börsengeschehen folgen. Je nach Situation am Markt verteilen sie mithilfe des aktiven Robo-Advisors laufend um.

Dabei setzen sich Investoren oft eine maximale Verlusthöhe, die durch Simulationen und Analysen vermieden werden soll.

Annahmen von Renditen und Marktgeschehen dazu erhält der Anbieter häufig durch hausinterne Analysten.

Passive Robo-Advisors

Den gegenteiligen Ansatz verfolgen passive Robo-Advisors. Hier ist das Ziel nicht die ständige Umschichtung, sondern das Aussitzen der üblichen Schwankungen am Marktgeschehen.

Die vom Investor festgelegte Vermögensstrategie wird konstant beibehalten und nur wenige Male im Jahr etwas daran verändert.

Ziel ist es, die ursprünglich festgelegte Gewichtung von Anlageklassen wieder herzustellen. Dazu bedarf es keiner komplizierten Simulationen.

Diese Kosten solltest du einkalkulieren

Die Kosten des Robo-Advisors bestehen aus den Ausgaben für die Leistung des Robo-Advisors, der Vermögensverwaltung und den Aufschlägen für Fonds.

ETFs sind dabei deutlich günstiger als gemanagte Fonds. Wie hoch die Fondskosten sind, hängt also von der Art der Fonds ab.

Die Dienstleistung des Advisors umfasst Anlagevorschläge und Umsetzung. Die Kosten dafür variieren laut Stiftung Warentest im Jahr 2018 je nach Anbieter zwischen 0,39 % und 1,2 % des Anlagevolumens jährlich.

Dazu kommen bei der Anlage in ETFs Verwaltungskosten von ca. 0,3 % p. a.

Tipp: Vor Beauftragung eines Anbieters solltest du dich auf der Website über die Preisgestaltung und das Leistungsprofil informieren.

Vorsicht bei der Spezialisierung auf nachhaltige Portfolios oder aktiv gemanagte Fonds.

Diese Robo-Advisor sind besonders beliebt

Der Markt der digitalen Vermögensverwalter ist noch jung. Einige Anbieter sind schnell durchgestartet, andere haben die Bühne bereits wieder verlassen.

Wichtig für Anleger: Nicht alle Robo-Advisors werden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) überwacht, wer seinen Wunschanbieter daraufhin prüfen will, kann das in der Unternehmensdatenbank der BaFin kostenfrei tun.

Growney

Growney ist ein junger Robo-Advisor-Anbieter mit Sitz in Berlin, gegründet 2016.

Er verfolgt eine passive Anlagestrategie mit ETFs, an der Anleger bereits ab einer Mindestanlage von 500 EUR teilhaben können. Dabei wird in 5.000 Wertpapiere aus 45 Ländern investiert.

Auch Sparpläne bietet der Robo-Advisor an, und zwar ab 25 EUR monatlich.

Für seinen Service verlangt Growney 0,89 % p. a. zuzüglich Fondsaufschläge bei einem Betrag von bis zu 10.000 EUR.

Whitebox

Der in Freiburg i. Brsg. ansässige Anbieter hat die Mindestanlagehöhe auf moderate 5.000 EUR festgelegt.

Für seine Dienstleistungen berechnet Whitebox bei kleineren Summen eine jährliche Gebühr von 0,95 % des Anlagevolumens, die bei größeren Anlagebeträgen bis auf 0,35 % sinken. Dazu kommen durchschnittliche Fondskosten von 0,20 %.

Whitebox berücksichtigt in seiner Anlagestrategie sowohl die Verlustwahrscheinlichkeit wie auch die durchschnittliche Verlusthöhe.

PIXIT

Auch die Düsseldorfer Targobank hat 2018 mit ihrem Robo-Advisor die digitale Vermögensverwaltung für sich entdeckt. Dabei bedient sich das Unternehmen der Plattform der Scalable Capital.

Deren praxiserprobte technische Ausrüstung kombiniert die Targobank mit der hauseigenen Expertise ihrer Marktanalysten. Damit fließt das Know-how der Bankspezialisten in PIXIT ein.

Für die Online-Vermögensverwaltung, die grundsätzlich in ETFs investiert, verlangt das Unternehmen Servicekosten von 0,8 % bis 1 % jährlich.

Ginmon

Bereits in 2014 wurde die digitale Vermögensverwaltung Ginmon in der Bankenmetropole Frankfurt am Main gegründet.

Teil des Konzepts war die Berechnung einer 10%igen Erfolgsbeteiligung. Diese gibt es zwar nicht mehr, dafür aber eine Servicegebühr von 0,75 % p. a. zuzüglich der Fondskosten von Ø 0,24 %.

Auf eine Mindestanlage verzichtet Ginmon. Der Sparplan startet ab 50 EUR pro Monat.

Quirion

Quirion nennt sich der Robo-Advisor der Quirin-Bank in Berlin, gegründet 2013. Das Unternehmen wird gemanagt von Consors-Gründer Karl Matthäus Schmidt.

Der digitale Anlagehelfer ist auch für Anleger ohne größeres Vermögen einsetzbar, da es Sparpläne bereits ab 30 EUR pro Vierteljahr anbietet.

Die Mindestanlage beträgt moderate 1.000 EUR.

Im ersten Jahr fallen bei einer maximalen Anlagehöhe von 10.000 EUR 0,22 %, danach 0,7 % p. a. an.

Fintego

Das Jahr 2014 wurde auch für Fintego, einer Marke des Commerzbank-Konzerns, zum Gründungsjahr.

Das Fintego Managed Depot aus Aschheim überzeugt mit einer niedrigen Einstiegshürde von 2.500 EUR und einem Sparplan ab 50 EUR.

Die Servicekosten liegen dabei zwischen 0,30 % und 0,90 % jährlich. Dazu kommen Fondskosten in Höhe von 20 %.

VisualVest

VisualVest wurde 2015 in Frankfurt am Main für Privatanleger gegründet.

Als 100%ige Tochtergesellschaft von Union Investment ermöglicht es die digitale Vermögensverwaltung Kleinanlegern bereits ab 500 EUR monatlich zu investieren. Alternativ steht auch die Variante eines Sparplans ab 25 EUR monatlich zur Wahl.

Ihr Fokus liegt sowohl auf aktiv gemanagten Fonds wie auch auf passiven ETF-Strategien.

Zudem finden sich hier auch Anleger mit dem Blick auf nachhaltige Anlagen wieder. Mit spezialisierten Öko-Portfolios ist VisualVest einer der wenigen Anbieter, die solche Geldanlagen ermöglichen.

Die monatliche Servicegebühr beträgt 0,6 % mit jährlichem Rebalancing. In der Kombination mit aktiv gemanagten Fonds steigen die Kosten jedoch.

Easyfolio

Das Hamburger Unternehmen legt seit 2014 den Fokus auf drei Strategiefonds. Die Anleger sind davon so überzeugt, dass Easyfolio sich schnell an der Spitze der Anbieterskala behaupten konnte.

Dazu tragen auch die Management-, Administrations-, Depotbank- und Servicekosten von 0,65 % des Anlagevolumens zuzüglich der Fondskosten von durchschnittlich 0,25 % bei.

Weltsparen (raisin.invest)

Hinter dem Namen raisin.invest verbirgt sich der Robo-Advisor des Zinsportals Weltsparen.

Mit ETF-Portfolios und automatischem Rebalancing überzeugt das Portal aus Berlin seit 2018. Weltsparen ist eine Marke der Raisin GmbH, die über eine Lizenz als Anlagevermittler verfügt.

Die Mindestanlage beträgt lediglich 50 EUR. Ebenso hoch ist der monatliche Beitrag zum Sparplan.

Auch die Kosten sind moderat. Sie betragen 0,33 % p. a. plus Fondskosten, sodass unterm Strich Gesamtkosten von 0,49 % p. a. dein Konto belasten.

Scalable Capital

Scalable wurde 2014 in München gegründet und hat sich inzwischen zum Marktführer der digitalen Vermögensverwaltung entwickelt.

Das Unternehmen ist als Finanzportfolio-Verwalter lizensiert und kooperiert eng mit der ING-Diba.

Ein Manko: Als Mindestanlagesumme musst du 10.000 EUR investieren, die entsprechend dem Marktgeschehen aktiv umgeschichtet werden.

Die Kosten bewegen sich im Bereich von 0,75 % p. a. zuzüglich der Fondskosten von 0,25 %.

Häufige Fragen & Antworten zu Robo-Advisor

Robo-Advisor oder ETF?

Sie sind der neue Stern am Börsenhimmel, ETFs oder Indexfonds. Ihre Beliebtheit wird durch die unkomplizierte Handhabung, die breite Risikostreuung und eine gute Rendite gesteigert.

Auch Einsteiger mit kleinem Budget können mit ETFs am Börsengeschehen teilhaben, ohne Gefahr zu laufen, sich zu verzetteln.

ETFs bilden Indizes wie den DAX 1:1 ab und erlauben dem Anleger, an den Erfolgen der im jeweiligen Index gelisteten Unternehmen teilzuhaben.

Damit ebnet ein ETF-Sparplan den Weg zu Aufbau von Vermögen und der so wichtigen Altersvorsorge.

ETFs sind unkompliziert und flexibel

Du bist mit ETFs weitgehend flexibel und kannst dich für Sparpläne in unterschiedlichen Risikoklassen oder Segmenten entscheiden. Wer beispielsweise seinen Fokus auf erneuerbare Energien legt, kann sich auf ETFs aus der Energiewirtschaft spezialisieren.

Deren Besparung kannst du erhöhen oder senken und den Sparturnus anpassen. Nur wenn du die ETFs ändern willst und von der Energiewirtschaft zum Bereich Pharma wechseln willst, musst du den Sparplan kündigen und einen Neuen abschließen.

Passende ETF-Anbieter suchen

Bevor du die Vorteile von ETFs nutzen kannst, musst du dir eine Direktbank oder einen Online-Anbieter suchen.

Um dich für einen geeigneten Indexfonds (ETF) zu entscheiden, solltest du dich zudem über die abgebildeten Indizes, das Fondsvolumen und die Renditechancen informieren.

Du kannst dich für thesaurierende ETFs entscheiden, also solche, die Dividenden immer wieder anlegen und mit Zinseszins locken. Alternativ werden Dividenden jährlich, halbjährlich oder einmal im Vierteljahr ausgeschüttet.

Robo-Advisors nehmen dir Entscheidungen ab

Die ebenfalls immer beliebter werdenden Robo-Advisors nutzen die Vorteile von ETFs für sich und übernehmen für Investoren vollständig Geldanlage und Verwaltung.

Als Anleger, der weder viel Zeit investieren noch sich in Wertpapierfragen tiefer einarbeiten möchte, brauchst du nur einen Anbieter zu suchen, bei dem du ein Depot eröffnest.

Hast du dann noch die Onboardingfragen über deine Risikobereitschaft und Anlageziele beantwortet, wird der automatische Anlageverwalter Robo-Advisor tätig. Er sucht passende ETFs aus, legt dein Geld darin an und nimmt ab und an periodische Umschichtungen vor.

Vorteile des Robo-Advisors gegenüber manuellen ETFs

Wo der Mensch handelt, mischen Emotionen im Geschehen mit. Angst, Gier oder Übermut können Entscheidungen bewirken, die langfristig eine gute Rendite gefährden.

Das Problem kennt der Robo-Advisor nicht. Er wählt die ETFs anhand deines selbst erstellten Risikoprofils beim Onboarding bzw. aufgrund des aktuellen Börsengeschehens und der Marktperspektive aus.

Sind passende ETFs gefunden, legt der Robo-Advisor die von dir freigegebenen Anlagebeträge an.

Nachteile des Robo-Advisors gegenüber manuellen ETFs

Klar ist: Wer seine Entscheidungen gerne selbst trifft, wird mit der Automatisierung nicht glücklich.

Und die Dienstleistung gibt es nicht umsonst: Sie kostet Geld, wobei die Kosten vom Anbieter abhängen. Ca. 0,5 % bis 1,2 % des Anlagevolumens zuzüglich Fondsaufschlag musst du für den Anlagekomfort rechnen.

Gibt es Kritik an Robo-Advisors?

Digitale Anlagehelfer schützen vor Verlusten nicht

Risikoprofile, Anlegererfahrungen und Simulationen schützen auch bei Nutzung eines Robo-Advisors nicht vor Verlusten. Trotz vollautomatischer Geldanlage machen sich Kapriolen auf dem Börsenparkett auch in deinem Depot bemerkbar.

Die Performance des Robo-Advisors kann dann kurzfristig von der vergleichbaren Wertentwicklung einer manuellen Geldanlage abweichen.

Die Gründe dafür sind aufgrund des komplizierten Algorithmus für den Kunden kaum nachvollziehbar.

Algorithmus mathematisch und kompliziert

Viele Robo-Advisors, jedoch nicht alle, basieren auf mathematischen Algorithmen. Einige wurden dabei in Zusammenarbeit mit Universitäten entwickelt.

So bieten sie die Möglichkeit, die Vermögensverwaltung vollautomatisch ablaufen zu lassen.

Der Nachteil für Kunden: Für Nichtmathematiker sind diese Algorithmen kaum nachvollziehbar.

Leistungsstandards und Beratung fehlen

Verbraucherschützer kritisieren, dass es keine Leistungsstandards gibt, die Robo-Advisors erfüllen müssen. Jeder Anbieter kann seine digitale Vermögensverwaltung weitgehend nach eigenen Maßstäben aufstellen.

Der Vorwurf lautet, dass ungenügende Kenntnis über Ziele und Erwartungen des Kunden zu falschen Anlagevorschlägen mit hohen Kursverlusten führen könnten.

Auch die fehlende Beratung wird kritisiert. Der Vorteil eines Robo-Advisors ist zugleich einer seiner Nachteile, die Automatisierung. Die im Vorfeld beim Onboarding abgefragten bis zu 30 Eckdaten des Kunden bieten den Rahmen für die automatische Geldanlage.

Eine Beratung erfolgt weder durch das System noch durch den Anbieter.

Haftung des Anbieters sehr begrenzt

Die Aktivitäten des Robo-Advisors müssen nicht immer zutreffend sein. Sofern sie deinen Angaben zu Anlageziel, Vermögensvolumen, Erfahrungen und Risikoprofil entsprechen, haftet der Anbieter nur für die Umsetzung einer passenden Anlagestruktur. Denn diese muss zu deinen persönlichen Verhältnissen und deinen Vorgaben passen.

Bedingung ist, dass alle Fragen rund um das persönliche Anlageprofil wahrheitsgemäß beantwortet wurden und der daraus abgeleitete Risikotyp zutrifft.

Eine weitergehende Haftung für Kursverluste gibt es jedoch nicht.

Robo-Advisor kosten Geld und sind intransparent

Wer Vermögen aufbauen will, weiß: Der erste Schritt zur Geldvermehrung ist das Vermeiden von Schulden und Kosten.

Das Ziel wird laut Verbraucherschützern bei Einsatz eines Robo-Advisors nur bedingt erfüllt, denn dessen Dienstleistung erfordert finanziellen Einsatz. Geld, das du mit deiner Geldanlage erst erwirtschaften musst.

Stattdessen sollte der digitale Anlageberater wenigstens transparent und nachvollziehbar sein. Auch das lässt sich jedoch nicht von jedem Robo-Advisor behaupten.

Die meisten Anbieter punkten mit der Erstellung eines ausführlichen Risikoprofils, detaillierten Anlagevorschlägen und einer klaren Preisstruktur. Einige bleiben diese Infos jedoch schuldig. Von Transparenz keine Spur.

Wer ist die Zielgruppe von Robo-Advisorn?

Die Frage nach der Zielgruppe ist bei Robo-Advisors nicht einfach zu beantworten. Die Werbung ist vollmundig und verspricht allen Anlegern die optimale Vermögensverwaltung. Aber nicht jeder Anleger sieht seine Ziele mit einem Robo-Advisor erfüllt:

Unerfahrene und junge Anleger

Die digitalisierte Form der Vermögensberatung sollte in erster Linie die Zielgruppe ansprechen, die im Fokus der Digitalisierung steht.

Längst ist jedoch klar geworden, dass gerade diese Klientel nicht stimmig mit dem Robo-Advisor ist.

  • Unerfahrene Anleger sind oft jung und zu unvermögend. Nur wenige Robo-Advisor-Angebote ermöglichen Kunden ohne bereits vorhandenes Vermögen langsames Ansparen.
  • Ob jung oder alt — auch unerfahrene Anleger, die sich gerne beraten lassen würden, finden sich nicht beim Robo-Advisor wieder.

Ihr Informationsbedürfnis passt nicht zur automatischen Vermögensverwaltung. Persönliche Beratung oder Podcasts sind ausgeschlossen oder Mangelware.

Kunden, die kein Risiko eingehen wollen?

Gerade Anleger, die kein Risiko mit ihrer Geldanlage eingehen wollen, werden oft von den vollmundigen Versprechungen der Risiko-Advisor-Anbieter angezogen.

In der Regel entscheiden sich diese Kunden für Bundeswertpapiere, Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen.

Genau diese Produkte stehen jedoch nicht im Fokus eines Robo-Advisors, sind diese doch weniger renditestark. Daher sind Kunden mit hohem Sicherheitsbedürfnis nicht seine ideale Zielgruppe.

Anleger mit Fokus auf Immobilien und Gold

Immer mehr Anleger kehren zurück zu den Anlageidealen der 1970er und 1980 Jahre. 

Was lange als Betongold verschrien war, zählt längst zu einer der lukrativsten Anlageformen.

Der Wert von Immobilien hat sich in den letzten Jahrzehnten ebenso gesteigert wie der von Gold, ist jedoch weniger schwankungsanfällig.

Auch für andere Edelmetalle wie Silber und Platin werden aufgrund industrieller Nachfrage stark gestiegene Preise gezahlt.

Dazu sind die Vorkommen von Edelmetallen begrenzt, was ihren Wert zusätzlich erhöht.

Es gibt jedoch nur wenige digitale Anlagehelfer, die eine Geldanlage in Sachwerten überhaupt vorsehen.

Anleger mit Fokus auf DIY

Viele Anleger wollen ihr Erspartes niemandem anvertrauen, den sie kaum kennen. Und schon gar nicht einem vollautomatischen Anlageassistenten.

Sie kümmern sich gerne selbst um ihr Vermögen und versuchen, Schwankungen am Markt durch den Handel unterschiedlicher Anlageklassen auszugleichen.

Das gilt auch für Trader und Investoren mit kurzer Anlagedauer, deren Ambitionen auf hohe Gewinne ausgelegt sind.

Die eher langfristig orientierte Geldanlage in ETFs, Aktien und Anleihen durch einen Robo-Advisor passt kaum in das Konzept solcher Anleger.

Erfahrene Anleger mit Vermögen

Unterm Strich gilt: Anleger mit Erfahrung im Investment, die eine langfristige Anlage in ETFs, Aktien und Anleihen bevorzugen und ihr Risikoprofil gut einschätzen können, stellen die optimale Zielgruppe dar.

Die Gründe liegen auf der Hand:

  • Sie haben nicht das Problem, dass sie erst Vermögen ansparen müssen.
  • Sie benötigen auch keine umfangreiche Beratung mehr und wollen ihre Vermögensverwaltung gar nicht erst selbst in die Hand nehmen.
  • Stattdessen schätzen sie den unkomplizierten und zuverlässigen digitalen Vermögensmanager, dessen Kosten übersichtlich und gut kalkulierbar sind.

Die optimale Zielgruppe für Robot-Advisors sind daher meist Investoren mittleren Alters ohne Zeit und DIY-Ambitionen.

Sie zahlen den Aufpreis für die Dienstleistung des Robo-Advisors gerne und nutzen die gewonnene Zeit anderweitig.

Welche Performance ist bei Robo-Advisorn zu erwarten?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, obwohl die Performance bei vielen Anbietern mit angegeben wird. Deren Forecast liegt meist zwischen 5 % und 20 %.

Wichtig ist, dass du bei allen Gewinnchancen die Kosten im Blick behältst. Denn sie fressen schnell eine Rendite auf. Das Kosten-Rendite-Verhältnis solltest du also stärker beachten als bloße Performance-Versprechungen.

Zudem kommt bei einigen Anbietern eine Performance-Fee dazu. Diese beträgt meist 10 % und schmälert die Rendite zusätzlich.

Was sagt die Stiftung Warentest zu Robo-Advisorn?

Bereits 2018 hat die Stiftung Warentest die aufstrebende Zunft der Robo-Advisors getestet. Mit teils ernüchterndem Ergebnis und kritischen Zwischentönen.

Die Tester sehen Robo-Advisors eindeutig als ungeeignet für Einsteiger an. Sie betonen, dass nur erfahrene Anleger mit Know-how über Fonds und den Markt ihr Vermögen computergestützt verwalten lassen sollten.

Nutzer eines Robo-Advisors sollten darauf achten, dass die ausgewählten Anlageprodukte auch wirklich zum eigenen Risikoprofil passen.

Zudem sollten Anleger die Kosten kritisch prüfen. Denn vor allem sie waren ausschlaggebend für das schlechte Urteil im Test der Stiftung Warentest 2018, in dem nur zwei von 14 Anbietern mit gut abgeschnitten hatten. Dagegen wurden sogar drei Anbieter als mangelhaft beurteilt und weitere drei als ausreichend.

Positiv beurteilt wurde die Möglichkeit, bei einigen Anbietern seine Gelder nachhaltig anzulegen. Das ist beispielsweise im Öko-Portfolio von VisualVest möglich.

Diese Portfolios bestehen jedoch nicht nur aus ETFs, sondern auch aus aktiv gemanagten Fonds.

Das treibt die Kosten in die Höhe. Diese erreichten bei dem Test-Musterdepot zum Teil knapp 2 % des Anlagevolumens.

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